Dabbing. Gut oder schlecht für die Gesundheit?

Ist Dabbing schlecht für die Gesundheit?

Dabben, bedeutet das Verdampfen von hochpotenten Konzentraten mittels spezieller Dab Rig. Hergestellt werden die verschiedenen Extrakte auf unterschiedlichste Art und weiße, wobei die eine oder andere Vorgehensweise zur Herstellung der Dabs, durch die damit verbundenen Gefahren einen eher schlechten Ruf besitzt. Schon seit über 10 Jahren wird Dabbing angewendet und seit Beginn des Jahres 2013 steigt die Popularität stetig. Wie sieht es aber mit den gesundheitlichen Aspekten aus und ist es eine bessere Alternative zum herkömmlichen Rauchen?

Dabbing als Medizin

Dass es Heilpflanzen schon seit Jahrtausenden, vor allem in China als angewendet werden, ist kein Geheimnis. Und auch hierzulande ist dies zum medizinischen Gebrauch mittlerweile legal und erhältlich. Jetzt greifen die Meisten der Konsumenten aber zur Kräuterzigarette, um ihre Symptome zu lindern und verwenden dafür Blüten der potenten Pflanzen. Beim Dabben ist es allerdings so, dass dem Pflanzenmaterial quasi das Harz entzogen wird, welches dann für den Konsum verwendet wird. Doch worin liegt der Unterschied? Ganz einfach. Zum einen ist der Reinheitsgrad der Extrakte um ein Vielfaches höher, als wenn Du die Blüten so rauchst. Des Weiteren ist es bei den Blüten so, dass sie nur etwa +- 30 % Wirkstoff enthalten. So befinden sich in den Blüten auch Pflanzenbestandteile, die gar keine Heilmittel enthalten und somit auch einen äußerst geringen medizinischen Wert haben. Das heißt, als Patient muss man mehr rauchen, um die gewünschte Wirkung zu erreichen, was durch die verbrennenden Stoffe wiederum sehr schädlich für die Lunge ist.

Bei einem Kräuterextrakt ist es allerdings so, dass das Material enorm hoch konzentriert ist, sodass sich teilweise sogar bis zu 90 % aktiver Pflanzenbestandteile (Wirkstoffe) darin befinden. Das Dabbing stellt neben dem Konsum über Lebensmittel die reinste Form für den menschlichen Körper dar. Denn dadurch, dass die Extrakte beim Konsum nur verdampft und nicht verbrannt werden, entstehen keine schädlichen Abfallprodukte, die den Körper schädigen könnten. So eignet sich das Dabben ideal für medizinische Zwecke. Denn es ist stark. Das heißt, man muss weniger Konsumieren, um die gewünschte Wirkung zu erreichen und es ist rein, sodass man nicht Gefahr läuft, kranke Menschen noch kranker zu machen bzw. einen geschwächten Körper zusätzlich zu belasten.

Dabben und die Gefahr dahinter

In einem früheren Artikel haben wir bereits darüber berichtet, wie viele Videos im Internet kursieren, in welchen man sieht, wie unerfahrene Konsumenten versuchen, sich ihre Extrakte selbst herzustellen. Und die Rede hier ist von dem Herstellungsverfahren namens BHO (Butan Hash Oil). Dieser Prozess der Herstellung ist äußerst gefährlich, da das Gas hoch entzündlich ist. Im Normalfall werden Extrakte dieser Art in professionellen Laboren hergestellt, welche über die nötige Ausrüstung verfügen, um die Extrakte mittels Butangases gefahrenfrei herstellen zu können. Dieses Verfahren also daheim nachzuahmen, wenn man nicht mehr als eine Pfanne zum Aufkochen des Gases besitzt, ist nicht gerade als schlau zu bezeichnen. Nicht zu selten gab es in Amerika bereits Fälle, in denen ganze Häuser in die Luft gejagt wurden und Menschen starben.

Des Weiteren besteht bei der Herstellung mittels Butangases die Gefahr, dass Rückstände des Gases im Extrakt zurückbleiben, wenn man bei der Produktion nicht richtig verfährt.

Aber auch die Gefahr der „Überdosierung“ ist bei Kritikern ein großes Thema. Denn durch den hohen Anteil aktiver Bestandteile in den Extrakten passiert es schnell, dass man sich überschätzt und zu viel des potenten Mittels inhaliert. Die Folgen halten sich allerdings in Grenzen. Es kann zwar durchaus passieren, dass man sich äußerst unwohl in seiner Haut fühlt, allerdings ist noch keiner an einer Dabbing-Überdosis gestorben. Im Fall einer Überdosierung hilft es Zucker zu sich zu nehmen oder ein paar beruhigende Tropfen zu sich zu nehmen.

Fazit

Die Hauptfrage, ob Dabbing schädlich für die Gesundheit ist, kann man also allgemein mit einem „Nein“ beantworten. Nicht umsonst wird Dabbing gerne zu medizinischen Zwecken, gerade für schwere Schmerzpatienten verwendet. Allerdings gilt dieses „Nein“ nicht für Leute, die sich auf YouTube Challenges liefern, in denen zu sehen ist, wie Personen bis zu 31 g Dab auf einmal konsumieren. Dass das nicht mehr gesund ist, darüber müssen wir glaub ich nicht reden. Wobei es hier wohl eher der Kopf ist, welcher dem Konsumenten im Nachhinein zu schaffen macht. Denn der Kopf spielt eine enorm große Rolle und auch mit zu viel bzw. zu großen Dabs kann man die Erfahrung eines „Bad Trips“ machen. Daher gilt, Du musst niemandem etwas beweisen, wenn es um den Konsum von Extrakten geht. Fang langsam an und taste Dich Stück für Stück an Deine richtige Menge heran.

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